Augustpreis - Der Literaturpreis des Schwedischen Verlegerverbandes

Augustpreis
Seit 1989 werden mit dem Augustpreis (schwed. Augustpriset) jedes Jahr die besten Neuerscheinungen in schwedischer Sprache ausgezeichnet.

Der Schwedische Verlegerverband verleiht den Augustpreis jährlich in drei Kategorien: Belletristik, Sachbuch  sowie Kinder- und Jugendbuch. Ziel ist es, Aufmerksamkeit für die schwedische Literatur zu schaffen und das Interesse an den nominierten Titeln und deren Verkauf zu fördern.

Kurze Geschichte des Augustpreises
Am 12. April 1988 schrieb der Verleger Per I. Gedin einen Brief an den Vorstand des Schwedischen Verlegerverbandes. Er ermunterte dazu, einen Literaturpreis für die Schwedische Buchbranche ins Leben zu rufen. Vielleicht unter dem Namen Strindbergpreis?

Der Verlegerverband fand Gefallen an der Idee und gründete rasch eine Arbeitsgruppe bestehend aus Per I. Gendin und den Verlegern Lasse Bergström (Norstedts) und Ebbe Carlsson (Bonnier Fakta). Es ging schnell voran. Schon am 1. Dezember 1989 wurde der erste Augustpreis verliehen und Cecilia Lindqvist für ihren Roman Tecknens rike ausgezeichnet. Seit 1992 wird in drei Kategorien prämiert: Belletristik, Sachbuch sowie Kinder- und Jugendbuch.

Am 21. November wird der Augustpreis zum 23. Mal verliehen. Und das mit so großem Erfolg wie wir es uns nur wünschen können. Das Ziel des Schwedischen Verlegerverbandes ist von jeher, die besten Neuerscheinungen auf dem schwedischen Buchmarkt zu fördern und dieses Ziel haben wir erreicht! Insgesamt wurden ungefähr 5500 Titel und mehr als 1000 Autoren vorgeschlagen — 360 Titel und ca. 300 Autoren waren nominiert. So manches Mal ging der Preis an die erklärten Favoriten, so manches Mal gewann ein bis dato noch unbekannter Debütant. Fünf Autoren bekamen den Augustpreis zweimal. Das zunächst verhaltene Interesse der Medien steigerte sich von Jahr zu Jahr. Heute erfreuen sich sowohl die Pressekonferenz, in der die Nominierten bekannt gegeben werden, als auch die Augustgala, die Preisverleihung, eines großen medialen Interesses.

Manche Kritiker mögen vielleicht meinen, ein Wettbewerb literarischer Werke sei nicht durchführbar, oder dass die „August-Kategorien“ zu weit gefasst seien und es zusätzliche Kategorien geben sollte. Kritik an Literaturpreisen zu üben, fällt leicht. Wir sind dennoch überzeugt davon, dass die Literatur größere Aufmerksamkeit braucht und sie verdient.

Der Augustpreis hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, das Interesse an schwedischer Literatur zu fördern — zur Freude der Autoren, Verlage und der Leser.

 Der Stockholmer Künstler Mikael Fare entwarf die Auguststatuette 1989. Die Figur ist 31 cm hoch und 3 kg schwer. Sie wird gegossen in Herman Bergmans Kunstgießerei in Enskede, Stockholm.

Auszug aus den Statuten des Augustpreises des Schwedischen Verlegerverbandes
Alle schwedischen Literaturverlage können Bücher für den Augustpreis vorschlagen… Es muss sich um eine Erstveröffentlichung handeln — bzw. der Inhalt darf noch nicht in Buchform publiziert worden sein — und im Zeitraum Oktober des Vorjahres bis Oktober des jeweiligen Jahres herausgegeben worden sein.

Die Titel können in Manuskriptform oder als Korrekturfahne eingeschickt werden (ggf. inkl. Bildmaterial). Sämtliche Werke sollen sobald als möglich in fertiger Buchform vorgelegt werden. Die Jury behält sich das Recht vor, nicht vorgeschlagene Titel anzufragen.

Für jede Kategorie gibt es eine Jury, jeweils bestehend aus fünf Mitgliedern, davon eines in der Rolle des/der Vorsitzenden. Sämtliche Jurymitglieder werden vom Schwedischen Verlegerverband nominiert. Die Jurymitglieder nominieren die jeweils sechs besten Titel in jeder Kategorie. Die sechs Nominierten werden Mitte Oktober in einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

Die Siegertitel werden in drei Wahlversammlungen, eine für jede Kategorie mit jeweils 21 Wählern, ermittelt. Die Wähler werden u.a. durch Vorschläge des Schwedischen Buchhändlerverbandes und des Schwedischen Bibliotheksverbandes bestimmt. Sie bestehen aus Buchhändlern/innen, Bibliothekaren/innen, Literaturkritikern/innen und/oder Personen, die sich durch besondere Kompetenzen auszeichnen. Der Titel mit den meisten Stimmen in der jeweiligen Kategorie wird mit dem Augustpreis ausgezeichnet. Der Preis ist mit 100 000 Schwedischen Kronen dotiert. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Augustgala Mitte November statt.

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Der Augustpreis wurde 2010 zum 20. Mal verliehen. Die Gewinner in den drei Kategorien erhielten ein Preisgeld von jeweils 100 000 Schwedischen Kronen und eine Bronzestatuette (Entwurf: Mikael Fare).  Der Kleine Augustpreis wurde 2010 zum 17. Mal verliehen und ist dotiert mit 15 000 Schwedischen Kronen. Die Preisverleihung fand am 22. November 2010 im Stockholmer Konzerthaus statt.

 Vinnarna 2010
Von links nach rechts:
Sigrid Combüchen, Jenny Jägerfeld, Yvonne Hirdman und Christer El-Mochantaf.

 Der Augustpreis wird verliehen durch den Schwedischen Verlegerverband in Zusammenarbeit mit der Post

Svenska Förläggare/Swedish Publishers
Telefon: +46 8 7361940

Värt att veta

Augustlogga liten Sedan 1989 delas Augustpriset ut i tre kategorier:

*Årets svenska skönlitterära bok

*Årets svenska fackbok

*Årets svenska barn- och ungdomsbok

Det här händer

  • 2 septemberLilla Augustpriset - sista inlämningsdag
  • 24 september 17:00Sista inlämnings- och anmälningsdag för böcker!
  • 22 oktober2012 års nominerade titlar tillkännages
  • 26 novemberAugustgalan 2012

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